Ausdauerleistung messen mit der Power:Heartrate Kopplung

Ich möchte euch meine Methode zur Messung der Ausdauerleistung vorstellen. Sicherlich gehört der Laktat/Watt- Stufentest im Verlaufe der Saison dazu und gibt ein gutes Bild wie weit man sich entwickelt hat im Sinne der gesteigerten Leistung an seiner Schwelle. Dennoch kann man nicht wöchentlich einen Test fahren und ich möchte eine Methotik beschreiben, wie man mithilfe jeder wattgesteuerten Einheit eine Kurve zeichnen kann, die eine Auskunft über die Entwicklung euer Ausdauerleistung gibt.

Ein Athlet wird merken ob er seine Ausdauer gesteigert hat und 180km im Wettkampftempo ohne Probleme fahren kann oder nach 80km im Grundlagentempo vom Rad steigen muss. Ich will das ganze aber zum anfassen mit Zahlen sichtbar machen. Der CTL ist hier sicherlich auch schon ein gutes grobes Modell in wie fern man sich entwickelt, aber das muss doch genauer gehen…

Vorraussetzung ist die Benutzung von Watt inkl. Puls bei den Ausfahrten, da wir das Power:Heartrate (Pw:Hr) Verhältnis als Anhaltspunkt benutzen. Im Grunde funktioniert dieses genau wie das Power:Laktat Verhältnis, nur mit dem Vorteil viel mehr Daten erheben zu können. Sicherlich muss man beachten, das der Puls ein teuflisches Ding sein kann und ungenauer als die mmol/l Laktatwerte ist, aber aufgrund der Menge kann man eine gute Tendenz erkennen. Außerdem kann man so mit einem aufmerksamen Auge herausfinden welche Trainingsumstände und Außeneinwirkungen die Leistung beeinflussen.

Ziel ist es am Ende seiner Grundlagenphase, die Power zu haben seine Distanz gut zu überstehen ohne das die Leistung erheblich abfällt. Diesen Abfall kann man durch die Pw:Hr gut messen, da hier die Leistung mit dem Puls gekoppelt ist. Bei 180km ( Ironmanstrecke ), sollte man einen so niedrig wie möglichen Kopplungswert haben ( unter 5%) um sicher zu sein die nötige Ausdauer zu haben die entsprechende Distanz erfolgreich zu absolvieren. Wenn man die 180km im Training fährt und dies im Grundlagentempo tut und man deutlich an Leistung verliert bei gleichbleibender Herzfrequenz, hat man einfach noch nicht die nötige Ausdauer und garantiert einen Pw:Hr Wert über 5%. In WKO haben wir jetzt die Möglichkeit genau diese Pw:Hr Kopplung tabellarisch darzustellen und über den Verlauf zu betrachten. Somit lässt sich recht Schnell feststellen wie viel Ausdauer ihr wirklich habt. Sicherlich ist bei hohen Wattwerten die Kopplung nicht so gut, wie bei niedrigen Werten. Ziel ist es aber in euren Wettkampfwattbereich, die richtige Kopplung zu erreichen.

Habt ihr eure Kopplung im Blick, habt ihr eine günstige Methode geschaffen neben den Standardtests einen aktuellen Einblick in eure Ausdauerleistung zu gelangen, welche ihr aber Abwegen müsst und als Trend zu sehen ist. Eine feste Standard Runde und Wattwerte/Programm hilft bei Generierung von besser vergleichbaren Werten. Das ganze Spiel funktioniert auch für das Laufen mit der Pace:Heartrate Kopplung.

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